Preis SozialMarie – Gefängnis in Vinařice

2016-08-31

Im Jahr 2015 wurde das tschechische Projekt „Change is possible“ mit dem Preis „SozialMarie“ für hervorragende Projekte für soziale Innovation ausgezeichnet. Das Projekt hat das Ziel die Rückkehr der Gefängnisinsassen in die Gesellschaft zu erleichtern und ihnen damit schon im Gefängnis zu helfen, die Arbeitsgewohnheiten zu erlernen. 

Das Projekt wurde im Gefängnis in Vinařice realisiert, wo überwiegend Wiederholungstäter inhaftiert sind. Mit Hilfe des Projekts kehren nur 17% der Häftlinge nach der Entlassung wieder zurück ins Gefängnis, anstatt 70%.

Die Gefangenen gewinnen so im Gefängnis neue Arbeitserfahrungen und Qualifikationen. In Vinařice arbeiteten sie in einem Callcenter.

Das Projekt wurde am Anfang des vorigen Jahres wegen der Befürchtung, dass die Sicherheit der Personendaten der Klienten nicht gewährleistet sei, beendet. Obwohl dies das Amt für den Schutz der Personendaten widerlegte, wurde das Projekt abgeschafft. Heuer soll es aber wieder aufgenommen werden.


Die SozialMarie – der Preis für soziale Innovationen wird bereits seit 2005 verliehen. Am Wettbewerb nehmen sozial innovative Projekte aus Österreich, Ungarn und Tschechien teil. Es beteiligen sich außerdem kroatische, deutsche, polnische, slowakische und slowenische Projekte. Der Preis wird jährlich verliehen und ist mit einer finanziellen Anerkennung für die Entwicklung des belohnten Projektes  verbunden. 

Bei der Preisverleihung am 1. Mai wurden die 15 besten Projekte bekannt gegeben. Von diesen Siegerprojekten wählt dann jeder der drei ausgewählten Ehrenschützer ein Projekt aus, über welches er dann den Ehrenschutz ausübt. Für die Tschechische Republik war dieses Jahr der Ökonom Pavel Kysilka, der ehemalige Generaldirektor von Česká spořitelna (ERSTE Group), als Ehrenschützer dabei.

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